Eine Idee entsteht
Bei
einem Besuch in Madras 1992 begegneten Rainer und
Ingrid Pickhardt aus
Gelsenkirchen
der unglaublichen Not der indischen Bevölkerung, insbesondere der Kinder.
Eigentlich
hatten die Pickhardt`s vor, ein indisches Baby zu
adoptieren, da dies aber mit sehr hohen bürokratischen Hürden verbunden war,
verfolgten sie dieses Ziel nicht weiter.
Dennoch
reisten sie weiter immer wieder nach Indien, da sie in der Zwischenzeit einen
intensiven Kontakt mit einer von indischen Christen geführten Missionsarbeit in
Tenali hatten.
1996
fragte sie deren Leiter, Bruder Yohan, ob sich die Pickhardt`s nicht vorstellen könnten, statt der Adoption
direkt in Indien eine Arbeit mit Babys und kleinen Kindern zu beginnen.
Ein
Besuch bei Mutter Teresa im März 1997 gab dann den Ausschlag, im April 1997 ein
Babyheim in Indien zu gründen.
Organisation
Bruder
Yohan fand rasch ein geeignetes Haus in Tenali, dass die Pickhardt`s mieteten, und bereits im Juli 1997 konnten die
ersten 10 Kinder einziehen.
Heute
bietet das Babyheim Bethesda in Repalle in der Nähe
von Tenali 55 Kindern ein zu Hause (Tendenz
steigend).
Die
Leitung der Betreuung liegt in den Händen der Hauseltern, die Orgnisation in den Händen von Bruder Yohan,
sowie als Supervisor Verwaltungsleiter Murthy. 8 Pflegerinnen kümmern sich um die Kinder, spielen
mit ihnen, baden und pflegen sie. Weitere Mitarbeiter übernehmen das kochen und
die Wäsche, sowie die christliche Erziehung.
Medizinische Situation
Oft
befinden sich die Kleinen in einem erbärmlichen gesundheitlichen Zustand wenn
sie ins Babyheim kommen, meistens leiden sie an Unterernährung,
Hauterkrankungen, offenen Geschwüren, chronischen Husten und Ungeziefer.
Mit
Hilfe von aufbauenden Vitaminkuren und einer Leichtkostdiät bessert sich ihr
Gesundheitszustand allmählich, bis sie eines Tages dann normales Essen zu sich
nehmen können. Zu ihrem Schutz werden sie gegen Polio, Tb, Typhus u.a. geimpft.
Es
ist immer wieder beglückend, zu sehen, wie gut die Kinder sich entwickeln. Nach
einer Eingewöhnungsphase sieht man diesen fröhlichen Kindern ihr schweres
Schicksal nicht mehr an.
Finanzierung und Entwicklung
Während
der ersten Phase konnten die Pickhardt`s das Heim
ausschließlich mit Ingrid`s Einkommen, sowie Soenden von Freunden und Verwandten finanzieren. Für die
Versorgung eines Kindes fallen monatlich etwa 30,00 EUR an (Essen 10,00 EUR,
Unterbringung 5,00 EUR, Betreuung 5,00 EUR, medizinische Versorgung 4,00 EUR,
Kleidung 2,50 EUR, Sparbuch 3,50 EUR).
Im
Jahre 2001, nachdem die Arbeit mittlerweile einen größeren Umfang erreicht
hatte, wurde als Träger der gemeinnürtzige Verein „Waiesenhausmission Bethesda Baby-Home“
gegründet.
Darüber
hinaus erfolgte wegen des wachsenden Platzbedarfs der Bau eines eigenen Hauses
in Repalle. Inzwischen steht das zweite Stockwerk
kurz vor der Fertigstellung.
Ausblick
Wenn
die Kinder im Alter von etwa 10 Jahren dem Baby-Home
entwachsen sind, werden sie aus der Obhut entlassen und in einer Schule mit
integriertem Internat aufgenommen. Auch diese Einrichtung existiert auf
Spendenbasis.
Für
jedes der Kinder ist ein Sparbuch eingerichtet, auf das monatlich 3,50 EUR
gezahlt werden, und zwar auch dann noch, wenn sie bereits ins Internat gehen. Auf
diese Weise haben sie mit 18 Jahren gute Startbedingungen für ihr weiters
Leben: Die Jungen können eine weiterführende Ausbildung absolvieren, die
Mädchen verfügen über eine ausreichende Mitgift, ohne die in Indien eine Heirat
ausgeschlossen ist.
Info und Kontakt
Mehr Informationen
gibt es bei:
Waisenhausmission Bethesda Baby-Home e.V.
Rainer und Ingrid Pickhardt
Ravenbusch 8
45888
Gelsenkirchen
Tel.:0209 / 81 61
56
Fax:0209 / 45 02
146
e-mail: bethesda@gmx.de
Bankverbindung: KTO 00 66
08 94 62 bei der Postbank Dortmund (BLZ 440 100 46)